|
|
In den letzten Wochen, haben Indigenas aus verschiedenen Gemeinden und Regionen ihre Sorgen geäussert. CIEPAC hält jährlich durchschnittlich 80 Treffen und Workshops mit Organisationen und indigenen Gemeinden in Chiapas ab, um gemeinsam über die politische, soziale und wirtschaftliche Realität zu reflektieren, in der wir im Rahmen der Globalisierung des neoliberalen wirtschaftlichen und militärischen Modells leben, und Alternativen und Vorschläge für den Aufbau von Frieden und Gerechtigkeit zu suchen. Wir möchten nun einige dieser Reflektionen und Sorgen aus einigen Workshops in den Los Altos, Nord- und Selva Regionen teilen. In einer Region in Los Altos, auf die einfache Frage hin, welche die sieben Probleme sind, die die Gemeinde am meisten beunruhigen, ordnete die erste Gruppe sie folgendermassen: 1) Die internen Spaltungen in der Kirche, zwischen den Katholiken und
den sogenannten Amatulis, die der neue Bischof von San Cristóbal jetzt
bevorzugt und unterstützt. Die zweite Gruppe sagte: 1) Die Spaltung zwischen den Katholiken der Gemeinde. Die dritte Gruppe wählte folgendermassen: 1) Die politischen Parteien die mehr Spaltungen verursachen, als dass
sie die Menschen unterstützten. Nach einer ausfühlichen Beratung unter allen Teilnehmern, kamen sie zu folgenden Vorschlägen. Am meisten hervorgehoben wurde die Notwendigkeit sich als Bezirke besser zu Organisieren und zu stärken, obwohl andere meinten, es sei besser sich als "Volk" zu organisieren. Sie beschlossen ebenfalls weder das Saatgut für patentiertes oder genverändertes Mais, das ihnen von der Regierung angeboten wird anzunehmen, noch die chemischen Düngemittel die ihnen von Firmen angeboten werden zu benutzen, um ihre Nahrungsmittel und ihre Länder zu schützen. Den Créole Mais zu bewahren und das zu konsumieren was man selbst produziert, waren andere wichtige Punkte für die Teilnehmer aus verschiedenen Gemeinden. Abschliessend beschlossen sie, dass die richtige Strategie "Selbsterhaltung" und die "Förderung der Autonomie" sei. Sie lehnten ebenfalls den Puebla Panamá Plan (PPP) ab, und zeigten sich entschlossen "unsere Länder und das Wenige das wir haben zu erhalten" und zu verteidigen. Sie lehnten das Programm für die Zertifizierung Ejidaler Rechte (PROCEDE) ab "weil es ein Weg der Täuschung ist " um Ejido- und indigene Länder zu privatisieren und sie sich anzueignen. Dennoch war für sie kein anderes Thema so wichtig, wie die Durchsetzung der Erfüllung der San Andrés Vereinbarungen für Indigene Rechte und Kultur. In einer anderen Region der nördlichen Zone, versammelten sich Indigenas aus verschiedenen Bezirke und Gemeinden nach stundenlanger Reise. Die Frage war die gleiche, und die erste Gruppe führte ihre Probleme auf: 1) Die Modifizierung des 27. Verfassungsartikels, die die Privatisierung
unserer Länder und die Armut der Landwirtschaft erlaubte. Die zweite Gruppe wählte folgendes: 1) Das COCOPA Gesetz über die San Andrés Vereinbarungen, das von dem Bundeskongress
abgelehnt worden ist. Auch die Frauen hatten das Sagen. Und oft werden ihre Probleme von den Männer nicht angehört. Sie sagten, ihre grössten Probleme sind: 1) Die Diskriminierung, "wir sind weniger wert, sie behandeln uns
als ob wir weniger wert wären, als ob unser Wort kein Wert hätte." Die dritte Gruppe wählte folgende Probleme, die sie am meisten beunruhigten: 1) Der Alkohol, der uns keine Fortschritte machen lässt. Eine grosse Gruppe indigener Jugendlichen aus verschiedenen Bezirke der Selva Region, hielten ihren eigenen Workshop und Analyse der Konjunktur ab. Aus ihrer Perspektive analysierten sie die sieben wichtigsten Probleme die sie beunruhigen. Die erste Gruppe entschied sich für folgende: 1) Die niedrigen Preise für landwirtschaftliche Produkte, vor allem für Kaffee Die zweite Gruppe wählte: 1) Die niedrigen Preise für Produkte, allen voran der Kaffee "von
dem wir alle abhängen, von dem wir uns ernähren; es gibt nicht genug
Geld um leben zu können". Die dritte Gruppe wählte: 1) Die Marginalisierung. "Es gibt immer mehr Arme. Die Regierung berücksichtigt
die Indigenas nicht". Die vierte Gruppe sagte: 1) Die schlechte Produktion, "da es in unsere Gemeinden keine ausreichende
Technologie gibt". "Es gibt auch keine Subventionen von der
Regierung". Zuletzt schloss die fünfte Gruppe: 1) Die niedrigen Kaffeepreise. Die Drogen, der Alkohol, die Regierungsprogramme, die Militarisierung, die Paramilitärs, die Religion und die Parteien, provozieren die Spaltungen in den Gemeinden. Und in diesem Kontext nähert sich der Wahltag in Chiapas, an dem 118 Bezirkspräsidenten und 40 Abgeordnete des lokalen Kongresses, am 7. Oktober neu gewählt werden müssen. Zusätzlich dazu, entschloss sich eine Gruppe vertriebener Familien der Las Abejas, nach mehreren Jahren als Flüchtlinge in der Stadt von San Cristóbal, am 28. August in den Chenalhó Bezirk zurückzukehren. Die Auseinandersetzung um die lokale Macht, die Furcht der PRIistas ihren Einfluss zu verlieren, und die Paramilitärs die weiterhin unbestraft und bewaffnet in diesem Bezirk bleiben, könnten mehr Gewalt erzeugen. Aus diesem Grund, sind die Bundes- und Staatsregierungen und die Mexikanische Armee für alles verantwortlich was was passieren könnte. Gleichzeitig, setzt die landwirtschaftliche Krise, des Maises, des Kaffees und des Zuckers unter anderen Produkten, zusammen mit PROCEDE, die Indigenas unter Druck ihre Länder aufzugeben. Jetzt bereitet die Regierung angesichts der Krise der mexikanischen Landwirtschaft eine neue Strategie vor, die um diese anzugehen und Subventionen zu verteilen, zunächst die Bewilligung des Bundeskongresses für die Steuerreform erfordert, die eine 15% Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel und Medikamente beinhaltet, unter anderen Massnahmen die der Internationale Währungsfond und die Weltbank von der Fox Regierung gefordert haben, und die Wirtschaft des Landes künstlich aufrechterhalten, da während neue Beschneidungen des Bundesbudgets und kein Wachstum der Wirtschaft angekündigt werden, die Bundesregierung Millionen Pesos zur Unterstützung der Landwirtschaft verspricht. Trotz all dem, weigern und widersetzen sich die Indigenas weiterhin vom Markt verschwunden zu werden. Die Hoffnung ist nicht verloren. Die Autonomie, die Nahrungsselbstversorgung; die Verteidigung ihrer Länder, ihres Gebietes, des Maises, der Umwelt, ihrer Identität und Kultur sind und wird weiterhin die Strategie gegen den Angriff des Neoliberalismus bleiben. Wer Ohren hat zu hören, der höre. Gustavo Castro Soto CIEPAC, A.C. CIEPAC ist Mitglied der Bewegung für Leben und Demokratie (MDV) von Chiapas; des Mexikanischen Aktionsnetzwerkes gegen den Freihandel (Red Mexicana de Accion Frente al Libre Comercio - RMALC); der Konvergenz der Bewegungen Amerikanischer Völker (Convergencia de Movimientos de los Pueblos de las Americas - COMPA). Anmerkung: Wenn Sie diese Information benutzen, zitieren Sie bitte die Quelle sowie unsere e-mail Addresse. Wir danken allen Personen und Institutionen, die uns ihre Kommentare zu diesen Berichten zugeschickt haben. CIEPAC, A.C. ist eine profitfreie Nichtregierungsorganisation, und wir benötigen Ihre Unterstützung um Ihnen weiterhin dieses Nachrichten- und Analyseservice anbieten zu können. Wenn Sie mit irgendeiner Summe beitragen möchten, wären wir Ihnen unendlich dankbar für eine Einzahlung auf das folgende Bankkonto: CIEPAC, A.C. Centro de Investigaciones
Económicas y Políticas de Acción Comunitaria (trans.Dana)
Center for Economic and Political Investigations of Community Action, A.C. CIEPAC is a member of the, Mexican Network of Action Against Free Trade (RMALC) www.rmalc.org.mx, Convergence of Movements of the Peoples of the Americas (COMPA ) www.sitiocompa.org, Network for Peace in Chiapas, Week for Biological and Cultural Diversity www.laneta.apc.org/biodiversidad, the International Forum "The People Before Globalization", Alternatives to the PPP http://usuarios.tripod.es/xelaju/xela.htm, and of the Mexican Alliance for Self-Determination (AMAP) that is the Mexican network against the Puebla Panama Plan. CIEPAC is a member of the Board of Directors of the Center for Economic Justice http://www.econjustice.net and the Ecumenical Program on Central America and the Caribbean (EPICA) http://www.epica.org.
Note: If you wish to be placed on a list to receive this English version of the Bulletin, or the Spanish, or both, please direct a request to: ciepac@laneta.apc.org and indicate whether you wish to receive the bulletin in plain text or as a Word 7 for Windows 95 attachment. Note: If you use this information, cite the source and our email address. We are grateful to the persons and institutions who have given us their comments on these Bulletins. CIEPAC, A.C. is a non-government and non-profit organization, and your support is necessary for us to be able to continue offering you this news and analysis service. If you would like to contribute, in any amount, we would infinitely appreciate your remittance to the bank account in the name of:
Thank you! CIEPAC Centro de Investigaciones Económicas y Políticas de Acción
Comunitaria Telephone:
home | nosotros | boletines | documentos y análisis | mapas | cronología | leyes | proceso de paz | publicaciones fotografias | directorios | ¿quieres apoyarnos? | comentarios a CIEPAC Please direct website comments to webmaster@ciepac.org. |