home

who we are

bulletins

documents and analysis

maps

laws

the peace process

want to help us out?

comments to CIEPAC


Chiapas al Día, No. 258
CIEPAC
Chiapas, México
September 5, 2001

Transnationalar Mais bedroht die Ernährungs souveränität der indigen Gemeinden

In 1996, begann die Bundesregierung die staatliche Firma  CONASUPO (Nationale Kompanie für die Erhaltung des Volkes)   zu privatisieren, und im Rahmen des NAFTA immer mehr Mais   aus den Vereinigten Staaten zu importieren, Preiskontrollen auf  Tortillas zu eliminieren, und Subventionen und technische Beratungen   zu reduzieren.  Im selben Jahr sagten sie den Campesinos auch   (Subventions- oder Kleinbauer in den ländlichen Gebieten), sie  sollten aufhören Mais anzubauen und anfangen andere Produkte   zu kultivieren, weil die CONASUPO ab jetzt billigeren Mais aus   den Vereinigten Staaten kaufen würde. Dies war der Anlass,   infolgedessen Maisbauer aus der Zentralzone und der Frailesca   Zone von Chiapas, der "Tortillakorb" von Chiapas, Strassen   blockierten und die Wirtschaft von Chiapas für meherere Tage   zum Stillstand brachten. Während dieses Konfliktes, kaufte nach   Angaben der Union der Maisproduzenten (UPROMAIZ, A.C.)   im Bezirk Villaflores, die Privatfirma Maseca, die in dieser Region   im Bezirk Ocozocoautla ansässig ist, etwa 90,000 Tonnen Mais   aus den Vereinigten Staaten.

Der Druck von Seiten der Campesinos war so stark, dass die Regierung    und   Maseca - nun privatisiert zu "Aztekische Mühlen von Chiapas S.A von    C.V.,   Industrielle Gruppe Maseca S.A. von  C.V. (GIMSA) - sich    bereiterklärten   weiterhin Mais von lokalen Anbauern zu kaufen. Aber damit stellten sie    nur   eine Falle. Die selben transnationalen Unternehmen die der Maseca Mais   verkaufen, fingen an patentiertes Saatgut und grosse agrochemische    Packette   an lokale Produzenten zu verkaufen. Das neue Saatgut zusammen mit den   Düngemitteln, ergaben mehr Tonnen Mais pro Hektar, daher erklärte    Maseca,   der Creóle Mais würde nicht so hohe Erträge liefern, und drohte den   Campesinos, kein ansässiges Mais mehr zu kaufen, da dieser mit Pilze   kontaminiert sei. Nach Informationen dieser Organisation jedoch, kaufte   Maseca in diesem Jahr 57.000 Tonnen Mais von lokalen Anbauern, und    187.000   Tonnen Mais für Futtermittel aus den Vereinigten Staaten.

Angesichts dieser Krise und unwillig ihre Länder aufzugeben, begannen   ländliche Produzenten die Illusion höherer Erträge und Profite zu    feiern. Ab   1999 unterstützten die transnationalen Unternehmen und die Regierung    diese   Argumente. Während die Unternehmen höhere Erträge versprachen,    versprach die   Regierung Subventionen, damit die Bauern die "technologischen Pakete"    von   den Unternehmen kaufen konnten. Gegewärtig verkauft UPROMAIZ fünf   verschiedene Arten patentierten Saatguts an Produzenten, von den Firmen   Pioneer, Asgrow, Cargill, Cristiani Burcal und Novasem.  Mit diesem    Saatgut   ernten Produzenten einen Ertrag von zwischen 8 bis 10 Tonnen Mais pro   Hektar, wie in den Vereinigten Staaten, während sie niedrigere   Produktionskosten zahlen. In diesem Jahr wurden Produzenten mit 1.510    Pesos   pro Tonne bezahlt, während sie 1998 für die selbe Menge 1.350 Pesos   erhielten. Das ist eine Preissteigerung  von nur 160 Pesos, die   vernachlässigbar ist im Vergleich mir den Kosten für Dünger, die    weiterhin   steigen. Heute kostet eine Tonne Dünger 1.850 Pesos pro anderthalb oder   maximal zwei Hektar.

In diesem neuen System, wählt der Produzent das individuelle Saatgut    das er   kaufen will,  geht zu UPROMAIZ um sich das Formular der zuständigen    Firma zu   holen, und geht später zur Bank um 220 Pesos auf das Bankkonto der    Firma zu   deponieren. Als nächstes wird er zum Büro des transnationalen    Unternehmens   im Bezirk von Villaflores geschickt, um sein "technologisches Paket   abzuholen", das aus dem patentierten Saatgut, Düngemittel und   Agrochemikalien besteht. Zum Schluss hält das Unternehmen die Regierung    an   weitere 320 Pesos für die restlichen Kosten für das "technologische Paket"   das dem Campesino übergeben worden ist zu veranschlagen, da der    Gesamtpreis   des Pakets bei zwischen 550 und 684 Pesos liegt, je nach Markenzeichen.

Die Kosten werden von dem Regierungsprogramm "Allianz für das    Landgebiet"   gedeckt, was durch Auslandsschulden bei multilateralen Banken wie die   Weltbank oder die Interamerikanische Entwicklungsbank (IDB) finanziert    wird.   Wenn der Produzent das teuerste "technologische Pakett" auswählt,    verwenden   sie Resourcen von Procampo (Programm für die Direkte Unterstützung der   Landgegend), das nicht alle Produzenten erhalten (829 Pesos pro    Hektar), um   das Kredit zu erhalten, oder hinterlegen ihre Machinen, die sie auch    mieten   können, oder die Besitzurkunden ihrer Farmen als Sicherheit.

UPROMAIZ ist in mindestens 14 Bezirke präsent, einschliesslich    Villaflores,   Ángel Albino Corzo, Villa de Acala, Chiapilla, Jitotol, Comitán, Villa   Corzo, La Concordia, Venustiano Carranza, Socoltenango, Totolapa,   Ocozocoautla, San Lucas und Chicomuselo. Noch bis vor kurzem umfasste    das   Programm ungefähr 20,000 Produzenten in Chiapas, eine Nummer die gestiegen   ist, weil andere Bezirke im Hochland angefangen haben sich dem System   anzuschliessen. Sowohl in der Hochlandregion als auch in der nördlichen    Zone   und der Selva sehen wir die Reklametafeln und Werbung von Monsanto, Novartis  und andere Unternehmen.      Die 10 grösste transnationale Unternehmen der Welt die Saatgut    produzieren,   kontrollieren 30% des kommerziellen Weltmarktes für Saatgut, was im    Jahr   2000 auf ein Wert von 24.4 Millionen  Dollars geschätzt worden ist.     DuPont   (Pioneer) ist auf dem ersten Platz, gefolgt von Monsanto, Novartis   (Syngenta), Groupe Limagrain, Pulsar, Advanta und Netherlands, Dow   (Cargill), KWS AG, Delta und Pine Land und Aventis.

UPROMAIZ nimmt hin, dass der Créole Mais in der Region nicht länger   existieren kann, und niemand kennt oder erinnert sich an dieses    indigene   Saatgut.  Produzenten sind zum Beispiel sehr vertraut mit der Maisart    30F94   und 3086 der transnationalen Firma Pioneer (DuPont), oder mit deren    Hybriden   3086 und 30F94.  Auf diese Weise wird die Ernährungssouveränität    schnell   verloren, ohne dass die Staatsregierung dies zur Kenntniss nehmen    würde,   oder diesen Verlust verhindern wollte In vielen Regionen pflanzten    früher   Indigenas und Campesinos ihren Mais, ernteten ihn, konsumierten ein    Teil der   Ernte und verkauften den anderen Teil oder behielten es für die nächste   Ernte. Heute kaufen sie das Saatgut von einer Firma, produzieren viele   Tonnen zu geringen Kosten für die Firma, verbrauchen Millionen von    Pesos an   Agrochemikalien, und verkaufen später das Produkt zu niedrigen Preise    und   kaufen eine Fertigtortilla von der Firma.

Die zentrale Zone und die Frailesca Region von Chiapas sind das Inbild    des   transnationalen Imperiums.  An allen Strassen und Geschäftsgebäuden    sieht   man Werbeplakate für Markenzeichen für Saatgut und Agrochemikalien für    Mais   der wichtigsten transnationalen Unternehmen, wie Decistab von Aventis,   Rival, Faena, Faena Fu, Glyfos, Herbipol Glifosato, Harness und Rangel    von   Monsanto, Quron von Dow AgroSciences, Gesaprim von Novartis, Forza,   Brigadier, Coloso, Nuvacron, Semevin, Esteron *47M, Tacsa Quat,    Herbipol   Amina, Herbipol Para Quat, Karate, Chapoleo-E 400 CE, Chapoleo-A 480    SC,   Secaszone 25 SC, Gramocil, Finale SL 14, und andere.

Im letzten Jahr kontrollierte Novartis 20% des Weltmarktes an    agrochemische   Verkäufe.  Dieses transnationale Unternehmen machte Verkäufe im Wert    von   insgesamt 6.100 Millionen Dollars, und kommt damit auf den ersten    Platz.   Monsanto kam an zweiter Stelle mit 14% aller weltweiten Verkäufe,    Aventis an   dritter mit 11%, BASF war vierter mit 11%, Pioneer (DuPont) erreichte    den   fünften Platz mit 8%, Bayer war sechster mit 7%, und Dow siebter mit    7%.  In   anderen Worten, die 10 grössten agrochemischen Firmen der Welt,   kontrollieren 85%  des Marktes und der Verkäufe.

Die Regierung dient weiterhin als agrochemischer Vertreiber für die   indigenen Gemeinden und Campesinos. Sie vertreiben die Produkte von   Unternehmen wie Faena, Rangel oder Rival von Monsanto, die auf    Glyphosat,   aktive herbizide Substanzen und biochemische Agenten basieren. Dieses   Pestizid war die dritthöchste Ursache für gesundheitliche Schäden unter   landwirtschaftlichen Arbeiter in Kalifornien. Glyphosat verhindert die   Fähigeit der Pflanze Nitrogen zu beziehen, und eliminiert dadurch Pilze    die   den Pflanzen helfen Wasser und Nährstoffe zu absorbieren. Monsanto, mit   seinem "Agent Orange", besprühte Millionen Hektar Wald in Vietnam, und    tut   in Rahmen von Plan Columbia das gleiche mit Glyphosat in Südamerika, wo    sie   es von Flugzeuge aus sprühen und die Biodiversität vernichten, da die   Chemikalie lange Zeit im Boden bleibt. Dies hat zu einer Debate    zwischen der   Regierung von Kolumbien und ihren Abgeordneten geführt, die den Verbot des Sprühens mit Glyphosat fordern, weil es die Gesundheit von Campesinos    und   indigene Völker schädigt. "Das einzige das noch fehlte ist dass sie    erzählen   man könne Glyphosat mit Corn Flakes essen", sagte Senator Rafael Orduz,    der   auch erklärte "die Ausräucherungen sind eine Fehlschlag, den in den    zehn   Jahren seitem sie sie in Kolumbien anwenden, ist die Kultivierung    illegaler   Ernten von 40.000 auf 160.000 Hektar gestiegen", und kündigte an ein    Gesetz   vorzulegen, um die Ausräucherungen für unbestimmte Zeit einzustellen,    ganz   so wie es Bolivien und Peru bereits getan haben.

Nach Angaben der Internationalen Stiftung für Landwirtschaftlicher   Fortschritt (International Foundation for Rural Progress - RAFI),    dominieren   nur fünf mächtige transnationale Unternehmen, die sogenannten    genetischen   Giganten, den agro-biologischen Sektor, darunter Monsanto (Pharmacia),   DuPont, Syngenta (Novartis und Astra Zeneca), Aventis und Dow. Vor    kurzem   stiessen Bayer und BASF zu der Liste.  Vier industrielle Nutzpflanzen   (Soyabohnen, Mais, Baumwolle und Colza) bilden 100% des Gebietes der   kommerziellen Nutzpflanzen, die im Jahr 2000 angebaut worden sind,   hauptsächlich in den Vereingten Staaten, Argentinien und Kanada, wo 98%    des   Gebietes mit genetisch verändertes Saatgut angebaut worden ist. Nur    eine   einzige Firma die genetisch verändertes Saatgut herstellt, ist für 94%    des   weltweiten Sektors, der mit kommerziellen, genetisch veränderten   Nutzpflanzen kultiviert verantwortlich: Monsanto.

Es ist wichtig sich an die Denunziationen von Greenpeace über die   mexikanischen Importe aus den Vereinigten Staaten zu einneren, von mit   genverändertem Mais vermischtes Maismehl, das von Maseca produziert    wird.   Dieser importierte Mais wir auch für die Herstellung von    Fruchtzuckersirup   verwendet, der als Ersatz für Zuckerrohr verwendet wird, und die   Zuckerproduzenten des Landes in eine tiefe Krise gestürzt hat. Chiapas    hat   zwei Zuckerrafinerien: Pujiltic and Huixtla.

Erika Pinzón Navarro, Forscherin für landwirtschaftliche Wissenschaften    an   der Autonomen Universität von Chiapas bestätigt, dass Chiapas eins der   Staaten mit der höchsten Krebsrate ist, die durch den Gebrauch von   hochgefährlichen Agrochemikalien verursacht wird, die in anderen    Ländern   verboten worden sind. In einem Treffen zur Analyse der Lage von Umwelt    und   Gesundheit im letzten August, sprach der Gesundheitsminister von    Chiapas,   Ángel René Estrada, von der Notwendigkeit die Risiken zu senken, die    die   Gesundheit beeinträchtigen. Was er nicht weiss ist, dass es die selbe   Regierung ist für die er arbeitet, die eben diese Risiken, diese   Agrochemikalien, durch Regierungsprogramme vertreibt.

In der Region von Soconusco verursacht der Gebrauch von Pestiziden wie   "Malatión" schwere Schäden für die menschliche Gesundheit.  In dem    Bezirk   Mazatán, wurden elf Jugendliche durch den Verbrauch von Wasser    verletzt, das   mit Pestiziden kontaminiert war. Bei dem erwähnten Treffen wurde die   Tatsache erwähnt, dass 96% der Produzenten hochgefährliche Pestiziden   anwenden, und 95% dieser Produzenten keine persönlichen    Schutzvorrichtungen   verwenden. Darüberhinaus existiert nach Angaben des Nationalen    Institutes   für Geographische und Informative Statistiken (INEGI) ein Verkehr mit   Pestiziden aus Guatemala, sowie eine mangelhafte Anwendung von    Regelungen.   (Cuarto Poder, 6.August 2001)

In Juli drohte die Dürre in Mittelamerika eine schlimmere humanitäre   Katastrophe auszulösen, als diejenige, die vor fünf Jahren von Hurrikan   Mitch verursacht wurde.  In Juli und August verhungerten Menschen in   den Kaffeeanbaugebiete in Nicaragua, und Kinder und Erwachsene   verhungerten in den Gemeinden von Las Calabaceras, La Quemazón   und El Aguacate. Die Menschen aus Nicaragua begannen auf der Suche   nach Arbeit in Richtung Costa Rica zu wandern, aber das einzige das   sie fanden waren mehr Immigrationskontrollen, die ihnen den Zugang   zu diesem Land verwehrten. (El Diario de Hoy, 21 und 22 Juli)

Honduras erklärten eine Notlage, infolge des Hungertodes von 150,000   Campesinos, die in der Hälfte der Provinzen des Landes vom    subventionierten   Anbau abhängig sind.  Ungefähr 1.5 Millionen "Quintales" (1 Quintal   entspricht 100 kg) von Mais und Bohnen, die auf ca. 65.000 Hektar Land   angebaut worden waren, gingen verloren.  In Juli sendete das   Weltnahrungsprogramm die ersten 450 Quintales Mais und 300 Quintales    Bohnen   an Familien einiger Regionen, als Teil einer Ladung von 227 Tonnen an   Nahrung, die für die Unterstützung der Bevölkerung bestimmt war.

In Guatemala berichtete die Regierung, dass der Regenmangel einen   Erntenverlust von fast 20 Millionen Dollar verursacht hat, und die Situation   wurde von der Steuererhöhung verschlimmert, die Teil der Steuerreform    ist,   die ihnen von dem Internationalen Währungsfond aufgezwungen wurde, und    zu   einer Welle von Proteste und systematischer Unterdrückung geführt hat.  

In El Salvador, gingen durch die Dürre 2.4 Millionen Quintales Mais   verloren.  In einigen Regionen wurde zwischen 75 und 100% der Ernte   verloren.  Angesichts dieser Krise, launcierte die Regierung den    "Sowers   Plan", durch den die transnationalen Unternehmen erneut ihren Markt und    die   Abhängigkeit armer Länder festigten.  Zwischen Juli und August, begann    die   Regierung von El Salvador 5,200 Quintales patentiertes oder hybriden   Maissaatgut (Sorte HQ61) und 500 Quintales Bohnensaatgut (Sorte Centa    2000)   an die Campesinos zu verteilen.  Die Regierung versicherte den    Menschen, es   sei ungefährlich die Agrochemikalien zu verwenden, die dieses Saatgut   erforderte. Später sollte das Programm Kredite einbringen, das Saatgut   sollte nicht kostenlos verteilt werden, und der Zyklus der Abhängigkeit   sollte erneut starten "Afrikanisierung" und Hunger kommen nach Mittelamerika und Chiapas.     Die   Migration wächst, und in diesem Kontext kündigte die mexikanische    Regierung   die Schaffung des "Plan Sur" an, um die Versiegelung der Grenze durch    mehr   Soldaten und Polizeikräfte zu verstärken, in einem Versuch die Armut    auf den   Süden zu begrenzen. Vor kurzem eröffnete Präsident Vicente Fox ein Büro    der   Nationalen Menschenrechtskommission (CNDH) in der Grenzregion von    Chiapas,   um den wachsenden Menschenrechtsverletzungen gegen Migranten aus   Mittelamerika entgegenzuwirken.

In diesem August, verkündete die U.S. Abteilung für Landwirtschaft (in    der   Personal der Firma Monsanto arbeitet) die bevorstehende    Kommerzialisierung   der "Terminator"-Technologie.  Die Lizenz geht an ihren privaten    Partner   Delta Pine Land (DPL), einer der internationalen Giganten in der    Produktion   von Saatgut.  Diese Technologie wird steriles oder "Selbstmord-"    Saatgut für   Soya, Reis, Weizen, Mais, und andere Nutzpflanzen produzieren, die die   Campesinos daran hindern wird Saatgut von der Ernte für den nächsten   Anbauzyklus aufzubewahren.  Nach Angaben der RAFI, werden in Mexiko, 3   Millionen Produzenten von Grundgetreide davon betroffen werden, und    weltweit   fast 400 Millionen Menschen, fast alle arme Campesinos, die davon    abhängig   sind Saatgut für die nächste Ernte aufzubewahren.  Obwohl auch andere   transnationale Unternehmen, die auf biotechnologischen Gebiet führend    sind   und Geschäfte in Chiapas führen, wie Monsanto, Aventis, Novartis und    DuPont,   Patente auf die Terminator Technologie besitzen, hat nur die DPL    öffentlich   ihre Absicht bekundet dieses Saatgut zu kommerzialisieren.

Durch den Gebrauch dieser Terminator Technologie, werden 30 Maisarten in Mexiko zusammen mit hunderten Varianten gefährdet sein.  Campesinos und indigene Völker würden die Kontrolle über ihre Nahrung, Ernährung, Souveränität und Vielfalt der Sorten vollständig verlieren.  Wegen ihnen, brauchen wir einen mutigen Gouverneur, der fähig ist die Patente und das genveränderte Saatgut zu verbannen, bevor die Campesinos, wie in Brazilien, gezwungen sind die Fabriken und Tausende, mit genveränderten Nahrungsmittel bebaute Hektar Land niederzubrennen. In diesem Fall droht diese Gefahr Pulsar, das im Bundesstaat Chiapas ansässig ist. Aber es ist auch nötig, dass die indigenen und die Campesino Organisationen über dieses Problem Kenntnisse sammeln, und sich organisieren um ihren Mais zu verteidigen, der ihre Identität, Nahrung, Autonomie und Geist ist, der die Seele des indigenen Widerstandes inspiriert.

Deshalb, um die Aufklärung zu fördern, müssen die indigenen und Campesino Gemeinden folgendes verstehen:  

1) In einigen Jahren werden sie nicht mehr in der Lage sein irgendwelche andere Produkte auf ihrem Land anzubauen.   Agrogifte werden nicht nur ihre   Ländereien belasten, sondern auch die Biodiversität, und werden die Wasserreserven vergiften.

2) Der Creóle Mais ist aus der Region und aus ihren Händen verschwunden, was bedeutet, dass sie bereits die Möglichkeit zur Selbstversorgung, zur Kontrolle über ihr altes Saatgut, ihre eigenen Nahrungsmittel zu produzieren wenn die Unternehmen sich entschliessen zu gehen, verloren haben. Sie haben auch die Möglichkeit verloren ihre eigene Nahrung autonom und mit Würde  zu produzieren.

3) Die transnationale Unternehmen gelingt es damit mehr Geld zu verdienen, ihr privates Saatgut zu verkaufen, die Preise und den Markt zu kontrollieren, und sie verkaufen nun mehr Agrogifte die dann für den Maisanbau erforderlich werden.

4) Die Campesinos liefern mehr Tonnen Mais zu niedrigeren Preisen.  

5) Die Bundes-  und Staatsregierungen subventionieren die    transnationalen   Unternehmen durch Auslandsschulden, und erwarten dass die Campesinos    und die   indigenen Völker unter der Vorspiegelung grossem Reichtums, in Elend   überleben.  

6) Die Subventionen sind nicht für die Produzenten, sondern für die   transnationalen Unternehmen.  Die 220 Pesos die die Firmen    veranschlagen   werden teurer werden, wenn die Bundesregierung die Anleihen    zurückerstatten   müssen, um die zu begleichen sie die Steuern für die Bevölkerung    erhöhen,   die Grenzen für mehr sogenannten "Freihandel" öffnen von dem die grosse   Geschäftswelt profitiert, und mehr staatliche Unternehmen verkaufen    wird.

7) In einigen Jahren werden Produzenten nur zwei Optionen haben:   in die Städte oder den Vereinigten Staaten zu immigrieren, oder dazu   überzugehen Produkte für Agroexporte zu kultivieren, die von den   Launen der transnationalen Unternehmen aufgezwungen werden, und   sowohl die Armut als auch die Geschäftsprofite erhöhen werden.   Dies geschieht bereits in den Grenzregionen von Chiapas, vor allem   in den Distrikten des Bezirkes Frontera Comalapa und Chicomuselo,   wo Produzenten bereits Cantaloupe, Wassermelonen, oder die   Cempasuchil Blumen angebaut haben, die ihnen von den Unternehmen   vorgeschlagen worden sind.  Diese neue Produktion verursacht mehr   Migration, Verluste von Mais, und Verschuldung, die sie auszugleichen   suchen, indem sie den Campesinos Vorschüsse aus den Procampo   Resourcen für die kommenden Jahre zahlen. Schlimmer noch ist der   Vorwand der Kreditzahlung um sich Länder überschreiben zu lassen,   und Besitzrechte zu fordern bevor Kredite zugestanden werden, was   durch PROCEDE gefördert worden ist, das Program für die   Überschreibung Ejidaler Landrechte. In diesem Kontext erleiden   Campesinas und indigene Frauen die schlimmsten Konsequenzen weil   die Besitzrechte in den Händen der Männer bleiben.

8) Wenn die Invasion des patentierten Saatgutes im Hochland, in der   nördlichen Zone und der Selva Region eindringt, wo die indigenen    Campesinos   wegen den Bodenbedingungen weniger Tonnen pro Hektar produzieren, wird    das   mehr Hunger und Elend in dem Landgebiet von Chiapas verursachen.

Die mexikanische Regierung führt weiterhin Krieg gegen das mexikanische   Landgebiet und dessen Produzenten; im Fall der indigenen Völker wird    dies   durch die Nichterfüllung der San Andrés Vereinbarungen durch die    Bewilligung   des COCOPA-Gesetzes für indigene Rechte und Kultur verschlimmert.     Mexiko   braucht dringend eine Regierungspolitik für die Landgebiete, die armen   Leuten, Campesinos und indigenen Völker zugute kommt, indem sie ihre   Nahrungsselbstversorgung sichert, ohne die Souveränität an U.S.   transnationale Unternehmen zu übergeben. Die indigenen Völker hatten    den   Mais sein Jahrtausenden in ihren Händen, sie haben für ihn gesorgt und    die   Saatsorten vervielfältigt. Hunderte Maisarten wurden geboren und sind    von   der Menschheit genossen worden. Nun verlieren wir diese Biodiversität,    und   sie wird von Unternehmen patentiert und privatisiert, die den Saat    rauben,   ihn den indigenen Händen entreissen, und ihn ihnen mit Warenzeichen,   Verbote, Kontrollen und noch mehr Agrogifte zurückgibt. Der indigene   Widerstand ist nicht nur politisch, sondern er betrifft auch die    Nahrung.   Wer auch immer die Nahrung und das Saatgut kontrolliert, kontrolliert    das   Leben und den Widerstand der Menschen. Den Créole Mais zu erhalten,    bedeutet   unsere Identität, unsere Nahrung, Kultur und Zukunft zu verteidigen.    Der   Widerstand des Créole Maises ist der Widerstand und die Verantwortung    aller.

Gustavo Castro Soto

Zentrum für Wirtschaftliche und Politische Forschung für Gemeinschaftliche Aktion, A.C. CIEPAC, Mitglied des Nationalen Netzwerkes "Konvergenz Ziviler Organisationen für Demokratie" (CONVERGENCIA)

CIEPAC ist Mitglied der Bewegung für Leben und Demokratie (MDV) von Chiapas; des Mexikanischen Aktionsnetzwerkes gegen den Freihandel (Red Mexicana de Accion Frente al Libre Comercio - RMALC); der Konvergenz der Bewegungen Amerikanischer Völker (Convergencia de Movimientos de los Pueblos de las Americas -COMPA). 

Anmerkung: Wenn Sie diese Information benutzen, zitieren Sie bitte die Quelle sowie unsere e-mail Addresse. Wir danken allen Personen und Institutionen, die uns ihre Kommentare zu diesen Berichten zugeschickt haben. CIEPAC, A.C. ist eine profitfreie Nichtregierungsorganisation, und wir benötigen Ihre Unterstützung um Ihnen weiterhin dieses Nachrichten- und Analyseservice anbieten zu können. Wenn Sie mit irgendeiner Summe beitragen möchten, wären wir Ihnen unendlich dankbar für eine Einzahlung auf das folgende Bankkonto: 

CIEPAC, A.C.
Bank: BANCOMER
Kontonr.: 1003458-8
Zweigstelle: 437 (San Cristóbal de las Casas, Chiapas, Mexiko)
Vielen Dank!

Centro de Investigaciones Económicas y Políticas de Acción Comunitaria
CIEPAC, A.C.
Eje Vial Uno, No. 11
Col. Jardines de Vista Hermosa
29297 San Cristóbal, Chiapas, MEXICO
Telefon: in Mexiko: 01 967 85832
aus dem Ausland: +52 967 85832

(trans. Dana)


Center for Economic and Political Investigations of Community Action, A.C.
CIEPAC is a member of the, Mexican Network of Action Against Free Trade (RMALC) www.rmalc.org.mx, Convergence of Movements of the Peoples of the Americas (COMPA ) www.sitiocompa.org, Network for Peace in Chiapas, Week for Biological and Cultural Diversity www.laneta.apc.org/biodiversidad, the International Forum "The People Before Globalization", Alternatives to the PPP http://usuarios.tripod.es/xelaju/xela.htm, and of the Mexican Alliance for Self-Determination (AMAP) that is the Mexican network against the Puebla Panama Plan. CIEPAC is a member of the Board of Directors of the Center for Economic Justice http://www.econjustice.net and the Ecumenical Program on Central America and the Caribbean (EPICA) http://www.epica.org.


Note: If you wish to be placed on a list to receive this English version of the Bulletin, or the Spanish, or both, please direct a request to: ciepac@laneta.apc.org and indicate whether you wish to receive the bulletin in plain text or as a Word 7 for Windows 95 attachment.

Note: If you use this information, cite the source and our email address. We are grateful to the persons and institutions who have given us their comments on these Bulletins. CIEPAC, A.C. is a non-government and non-profit organization, and your support is necessary for us to be able to continue offering you this news and analysis service. If you would like to contribute, in any amount, we would infinitely appreciate your remittance to the bank account in the name of:

CIEPAC, A.C.
Bank: Banamex
Account number: 7049672
Sucursal 386
San Cristóbal de las Casas, Chiapas, México.
You will also need to use an ABA number:
BNMXMXMM

Thank you! CIEPAC


Centro de Investigaciones Económicas y Políticas de Acción Comunitaria
CIEPAC, A.C.
Calle de la Primavera # 6
Barrio de la Merced
29240 San Cristóbal, Chiapas, MEXICO

Telephone:
in México: 01 967 674 5168
from outside Mexico:: +52 967 674 5168

 


Translated by Dana for CIEPAC, A. C.


home | nosotros | boletines | documentos y análisis | mapas | cronología | leyes | proceso de paz | publicaciones
fotografias
|
directorios | ¿quieres apoyarnos? | comentarios a CIEPAC
Please direct website comments to webmaster@ciepac.org.